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Altenbekens Sportler trauern um Josef Rittmann
Im Alter von 79 Jahren verstarb am 20. Juli 2010 Josef Rittmann, dessen Name untrennbar mit der Sportart Handball verbunden war und bleiben wird. Die Handballabteilung und alle Freunde des ESV TuS 98 Altenbeken trauern, denn der Verstorbene war mit Leib und Seele Handball, und Handball war Josef Rittmann. Seit Anfang der 1960er Jahre bis zur Gründung der Handballspielgemeinschaft Altenbeken/Buke im Jahr 1999, auch danach bis heute, war der Verstorbene stets freundlicher und kompetenter Ansprechpartner sowie Vorbild für den Handballsport im Ortsteil Altenbeken. Sofort nach Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 trat Josef Rittmann als knapp 15-Jähriger in die Handballabteilung des ESV TuS 98 Altenbeken ein. Als Jugendlicher stand er bereits mit 17 Jahren erstmals in der 1. TuS-Seniorenmannschaft. 21 Jahre lang bis 1968 kämpfte er dort in der Feldhandball-Abwehr und stieg zwei Mal mit seinem Team in die Landesliga auf. Als die Ära des Großfeldspieles langsam zu Ende ging, war auf den Verstorbenen bei den Kleinfeldmeisterschaften auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene immer Verlass. Josef Rittmann spielte unter anderem gegen damalige renommierte Vereine wie Grün-Weiß Dankersen und Eintracht Minden. Seine aktive Laufbahn beendete er erst Mitte der 1970er Jahre in der 3. TuS-Seniorenmannschaft, selbstredend im Hallenhandball, als er bereits weit über 40 Jahre alt war. Anschließend fungierte er noch viele Jahre als Schiedsrichter. Bereits als Spieler übernahm Josef Rittmann 1963 das Amt des Vorsitzenden der Handballabteilung im ESV TuS 98 Altenbeken, das er 47 Jahre bis zu seinem Tode innehatte. Bei der Sportlerehrung 2003 wurde der Verstorbene für seine hervorragende ehrenamtliche und seltene Leistung „40 Jahre Vorsitzender der Handballabteilung im ESV TuS 98 Altenbeken“ ausgezeichnet.
Ohne ihn würde es die heutige Handballspielgemeinschaft Altenbeken/Buke und deren Erfolgsgeschichte nicht geben. Josef Rittmann hat das Amt des Abteilungsvorsitzenden in einer Zeit übernommen, als Handball sportlich und strukturell völlig anders war als heute. Er hat sein Amt nicht als Repräsentant verstanden, sondern als Arbeit und Verantwortung für alle Abteilungsmitglieder. Und er konnte dies tun, weil ihn seine Ehefrau immer unterstützte und teilnahm am Geschehen, weil er ein „Handballverrückter“ war, der aber zu aller Begeisterung auch enorme Fach- und Sachkunde besaß. Keine Arbeit war ihm zu schade, sei es die Organisation des Spielbetriebes oder von Eigenleistungen beim Sportstättenbau oder von Unternehmungen sowie von Festen und Feiern der ständig über 200 Mitglieder großen Handballfamilie. Hunderten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hat er im Laufe seiner langen Aktivitäten zum organisierten Handballspiel als „Spielerpass-Stelle“ verholfen. Leidenschaftlich verfolgte er sowohl das örtliche als auch das überregionale Handballgeschehen und legte sich im Laufe seines Lebens ein umfangreiches Archiv zu, in dem zu stöbern sich für jetzige und kommende Generationen lohnt.
Die Handballer in Altenbeken und Umgebung sowie im Handballkreis Lippe und darüber hinaus bedanken sich bei „Jupp“, wie ihn seine Freunde nannten. Sie werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Veröffentlicht am:
19:49:53 23.07.2010
von schaefers
Letzte Aktualisierung
19:49:53 23.07.2010